Henri François Brandt war ein herausragender Schweizer Bildhauer und Medailleur, der nach seiner Ausbildung in Paris im Jahr 1813 den renommierten Grand Prix de Rome im Stempelschneiden gewann. Seine bedeutendste Schaffensphase begann 1817 mit der Berufung zum Ersten Medailleur an die Königliche Münze in Berlin, wo er über Jahrzehnte hinweg das preußische Münz- und Medaillenwesen maßgeblich prägte und zudem als Professor an der Akademie der Künste lehrte. Er erlangte internationale Berühmtheit für seine handwerklich meisterhaften Porträts auf Münzen und Gedenkmedaillen, auf denen er bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit wie Napoleon, Johann Wolfgang von Goethe und König Friedrich Wilhelm III. verewigte.
Der Anlass für die Ausgabe der Medaille im Jahr 1894 war die Generalversammlung der Schweizerischen Numismatischen Gesellschaft (SNG) in Neuchâtel. Zu diesem Jahrestreffen ehrte die Gesellschaft den historisch bedeutenden Medailleur Henri François Brandt posthum in seiner Heimatregion mit einer eigenen Vereinsmedaille, die vom Genfer Künstler Jules Georges Hantz gestaltet wurde.
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