Niederlande / Friesland, Dokkum Graf Brun III. von Braunschweig (1038–1057) Denar – Ein attraktives numismatisches Stück
Einleitung Angeboten wird ein Silberdenar, geprägt in Dokkum in Friesland für Graf Brun III. von Braunschweig (1038–1057) im Namen des salischen Königs und Kaisers Heinrich III. Er ist katalogisiert als Ilisch 21.22, Dannenberg 501 var., und wiegt 0,52 g. Die Münze liegt in vorzüglicher Erhaltung vor, mit deutlichem Königsbild und lesbarem Grafennamen.
Beschreibung Die Vorderseite zeigt den gekrönten Kopf des Königs nach rechts mit Kreuzzepter vor dem Gesicht, im Innenkreis, umgeben von der Umschrift HENRICV REX für König und späteren Kaiser Heinrich III. Die Rückseite trägt den Namen des Grafen BR•VN in einem mittleren rechteckigen Band zwischen zwei gezahnten Balken, darüber und darunter je ein Bogen, sowie die äußere Umschrift VGGA / DOCC mit dem Namen der Münzstätte Dokkum. Auf dünnem, breitem Schrötling von Hand geprägt, zeigt die Münze gut ausgeprägte Hauptelemente und eine helle Silberoberfläche mit leichter Tönung, mit stellenweise schwächerer Prägung an den Rändern des Bildes, wie bei diesen dünnen friesischen Prägungen üblich.
Historischer Kontext Die Brunonen, ein sächsisches Grafengeschlecht mit Sitz um Braunschweig, besaßen im 11. Jahrhundert umfangreiche Grafschaften in Friesland. Brun III., ein Verwandter des salischen Königshauses, ließ in mehreren friesischen Münzstätten prägen, darunter Dokkum, Leeuwarden und Bolsward. Dokkum im Norden Ostergos war ein bedeutender Handelsplatz und ein kirchliches Zentrum, verbunden mit dem Andenken an den heiligen Bonifatius, der dort 754 starb.
Numismatische Details Nominal: Denar (Pfennig). Münzstätte: Dokkum, Friesland. Münzherr: Graf Brun III. von Braunschweig (1038–1057), im Namen König Heinrichs III. Referenz: Ilisch 21.22; Dannenberg 501 var. Gewicht: 0,52 g. Der breite, dünne Schrötling ist typisch für die friesischen Denare dieser Zeit, die im Nord- und Ostseehandel weit umliefen.
Kulturelle und politische Symbolik Die Münze vereint zwei Mächte auf einem kleinen Silberstück: Name und Bild des Königs auf der Vorderseite, den eigenen Namen des Grafen und seine Münzstätte auf der Rückseite. Sie zeigt, wie regionale Herren im Reich das Münzrecht ausübten und zugleich die königliche Autorität anerkannten, und wie friesisches Silber die Niederlande mit der Welt des nördlichen Handels verband.
Fazit Dieser Dokkumer Denar Bruns III. ist ein attraktives Beispiel friesischer Prägung der Salierzeit in vorzüglicher Erhaltung, mit gut ausgeprägtem Königsbild und klar lesbarem Grafennamen. Eine schöne Ergänzung für jede Sammlung mittelalterlicher niederländischer und deutscher Münzen.
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