Deutschland, Niederlothringen (Duisburg). AR-Denar, o.J. (ohne Jahr, ca. 1027–1039), Konrad II. (1024–1039). 1.25 g. XF/XF. Silber. Katalog: Dannenberg 311; Berghaus 1.1.
Numismatischer Einblick: Der Duisburger Denar Konrads II. (Dannenberg 311 / Berghaus 1.1)
Überblick: Silberner Denar der kaiserlichen Münzstätte Duisburg in Niederlothringen (Lotharingia Inferior) unter Konrad II. (lat. Chuonradus / Conradus), König von Deutschland ab 1024 und römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039. Geprägt nach der Kaiserkrönung, ca. 1027–1039. Undatiert (o.J.). Gewicht 1.25 g; Erhaltung XF/XF (vorzüglich beide Seiten). Katalogisiert als Dannenberg 311 und Berghaus 1.1 — die Standardwerke für diesen frühen salischen Duisburger Typ.
Design: Avers — gekröntes Brustbild von vorn; Umschrift (+CH)VONINADV MP (Lesung des vorliegenden Stücks zum Kaisertitel CHVONRADVS IMP, „Chuonradus Imperator“). Revers — Münzstättenname kreuzförmig angeordnet: +DIVS waagerecht und BV-RG senkrecht (Duisburg), mit Zierbögen (Lunetten / Halbmonde) in den Winkeln. Beide Seiten zeigen klaren mittelalterlichen Stil und kräftige Silberflächen, passend zur XF-Erhaltung.
Historischer Kontext: Konrad II. (ca. 990–1039) war der erste Kaiser der salischen Dynastie. Nach dem Ende der ottonischen Linie mit Heinrich II. konsolidierte er die königliche und kaiserliche Autorität über die deutschen Herzogtümer und die Kirche, erweiterte den Einfluss in Italien und Burgund (das er 1032 erbte) und förderte ausgewählte königliche/kaiserliche Münzstätten, um die zentrale Kontrolle über das Münzwesen wiederherzustellen. Duisburg, ein bedeutendes rheinisches Handelszentrum in Niederlothringen mit königlichem Münzprivileg seit karolingischer Zeit, wurde unter Konrad nach 1027 als kaiserliche Münzstätte (wieder) aktiviert. Dieser Typ zählt zu den frühesten und charakteristischsten Duisburger Prägungen seiner Regierungszeit: das gekrönte Brustbild von vorn betont die Person des Kaisers, während die kreuzförmige Münzstättenlegende mit Bögen in den Winkeln den Prägeort kennzeichnet — ein praktisches und markantes Design für kleine hochmittelalterliche Denare. Solche Stücke zirkulierten am Rhein sowie in Niederlothringen und den benachbarten deutschen Landen in der frühen Salierzeit.
Numismatische Details: Silberner Denar (AR). Gewicht 1.25 g. Erhaltung XF/XF. Ohne Jahr (o.J.), geprägt ca. 1027–1039. Münzstätte: Duisburg (Niederlothringen / kaiserlich). Katalog: Dannenberg 311; Berghaus 1.1. Legenden: (+CH)VONINADV MP / +DIVS · BV-RG (kreuzförmig, Bögen in den Winkeln). Ein gut erhaltenes frühes salisches Denar vom klassischen Duisburger Namenkreuz-Typ.
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